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„Das treiben die Elfen und Einhörner den ganzen Tag“

06.11.2019

Ein Bericht von Nicole Böhm

Ein kleines Vorwort:

Letztens kam meine Kollegin Susana mit einem selbstgezimmerten Spielhäuschen in die Schule – etwa 80 cm breit, 60 cm hoch und 40 cm tief und eigens von ihr kreiert und gebaut. Anlass für den Bau dieses kleinen, zauberhaften Neubaus aus Holz waren und sind immer wiederkehrende Spielmomente. Die Mädchen und Jungen greifen spielerisch Szenen aus Kinderfilmen auf, spielen Alltagssituationen nach oder inszenieren eigene Handlungen mit Pferden, Püppchen, Lego-Figuren und anderen Dingen. Sie spielen ausdauernd miteinander und das „Drumherum“ scheinen sie im Spiel zu vergessen. Mit dem einzigartigen Holzhäuschen bietet sich den Kindern ein fantasieanregendes Spielmaterial.

Zwei Kinder der 2. Klassenstufe baten mich kürzlich einige Fotos zu machen und einige „wichtige Sätze“ ihres Zusammenspiels zu notieren.

So stelle man sich folgende Handlungen vor! 😉

In dem 3-etagigen Häuschen gibt es ein „Pferdezimmer“, ein sogenanntes „Erwachsenenzimmer“ sowie ein „Kinderzimmer“.
Ein anliegender Garten und die Pferdewäsche sind Teil des folgenden kurzen Dialoges.

Die Geschichte kann beginnen…


 

„Das treiben die Elfen und Einhörner den ganzen Tag“

 

Kind 1: „Am Abend im Schloss sind alle Schlossbewohner, also die Feen, Pferde und die Königin mit dem König, in ihren Zimmern.“

Kind 2: „Am nächsten Tag machen sie es sich noch viel schöner in ihrem Schloss.“
Beide Kinder räumen die kleinen Möbel umher, legen / stellen die Figuren in andere Zimmer, weitere Möbelstücke kommen dazu.

Kind 1: „Hier wohnen die Bösen, die wurden rausgeschmissen aus dem Schloss, weil der fast das Fohlen gestohlen hat.“
Ich werde gefragt, ob ich wirklich alles mitschreibe 🙂

„Wir haben hier zwei Kinderzimmer. In dem einen Zimmer sind die Kinder 7, 12 und 14 Jahre – das sind die Großen. Das andere Kind ist erst 5 Jahre alt.“
Beide Kinder schieben wieder die Möbel umher.

Kind 1: „Guck, der Papagei stopft sich mit Süßigkeiten voll.“

Kind 2: „Nicht so viel, wir wollen auch noch was! Elfen aufstehen! Mama, Papa aufstehn, ich habe Hunger, Hunger, Hunger.

Kind 1: „Friss mal das da auf (zum Papageien). Nur das! Nicht so viele Süßigkeiten!“
Die Kinder beziehen weitere Utensilien in ihr Spiel ein, das Spiel nimmt seinen Lauf.

Kind 1: „Wir fahren in den Harz und rodeln dort“

Kind 2: „Komm wir fahren mit den Autos!“ Hausschuhe kommen zum Einsatz
Die Feen werden in die Sandalen gesetzt.

Kind 1: „Hinten sind die Schlitten drin. Wir sind da!“

Kind 2: „Wir rodeln schon. Das ist unsere Rodelbahn.“
Ein Milchkarton wird umfunktioniert.

Kinder: „Ah, das macht Spaß!“

 


 

Liebe LeserIn!

Szenen wie diese, erleben wir tagtäglich. Es ist ein wahres Vergnügen, Kinder in ihren Spielwelten zu erleben. Zumeist sind wir stille BeobachterInnen und gelegentlich dürfen wir mitspielen.

Die Einladung, ihre kleine Geschichte aufzuschreiben und Bilder zu machen, war für beide Kinder von hoher Bedeutung und zugleich konnte ich in ihre kleine Geschichte eintauchen.

Ich bin gespannt in welche Spielwelten sich der kleine Neubau zukünftig verwandeln wird.

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