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Anti-Diskriminierung

26.11.2021

Ein Bericht von P. Kunz

Projekt für Anti-Diskriminierung
bei OPTIMUS – Die Bildungspartner

Bereits vor und während meines Bachelorstudiums in den Niederlanden habe ich mich intensiv mit entwicklungs- und migrationspolitischen Themen beschäftigt. So habe ich unter anderem für einige onate für eine Hilfsorganisation in Namibia gearbeitet und war neben meinem Studium in der Studienorganisation der Vereinten Nationen (UNSA) tätig.

Seit 2016 arbeite ich nun für OPTIMUS – Die Bildungspartner und habe in den ersten Jahren das Projekt für geflüchtete Menschen „Ruschestraße“ begleitet. Die Arbeit mit den Geflüchteten bereitete mir viel Freude und sensibilisierte meine Sicht auf strukturelle und soziale Benachteiligungen im deutschen Bildungssystem. Auch war ich im Schülerclub (Klassenstufe 4-6) und im 1 – 3er Bereich der Pettenkofer Grundschule tätig und pflegte einen vertraulichen Umgang mit den Kollegen*innen und Schüler*innen.

In den vergangenen drei Jahren habe ich parallel zu meiner Arbeit bei OPTIMUS meinen Master in Geographischer Entwicklungsforschung absolviert und habe mich im Besonderen mit der Arbeitsmigration von philippinischen Fachkräften ins deutsche Gesundheitswesen auseinandergesetzt. Auch arbeitete ich für das „Centre for Fundamental Rights“ der Hertie School of Governance und war an dem Forschungsprojekt „Urban Livelihoods and Development in Varanasi“ beteiligt, welches in eine zweimonatige Forschungsreise nach Indien mündete.

Seit diesem Jahr arbeite ich nun als Dozent für Politische Bildung, Geschichte und Englisch bei einem Berliner Bildungsträger für Menschen, die Ihren Schulabschluss auf dem zweiten Bildungsweg erreichen und wieder in das Bildungs- und Arbeitswesen integriert werden möchten.

Jeden Montag engagiere ich mich zusätzlich weiterhin bei OPTIMUS – Die Bildungspartner. In den letzten Jahren ist mir der Bedarf für eine nachhaltige Projektkoordination und Projektkooperation mit externen Bildungsträgern deutlich geworden, sowie auch die Relevanz zum Aufbau von Strukturen und Kompetenzen, die sich jeglicher Art von Diskriminierung im Schulalltag entgegenstellen können.

Kooperation

Daher möchte ich die Kooperationsmöglichkeiten des Trägers nachhaltig ausweiten und organisieren und kümmere mich somit in meiner Rolle als „Projektkoordination Anti-Diskriminierung“ um die Vernetzung, Koordinierung und Organisation von Kooperationsangeboten zwischen Träger, Schule und externen Bildungsanbietern. Des Weiteren geht es darum, die Mechanismen der Anti-Diskriminierung fest in den Schulalltag zu verankern und den Mitarbeiter*innen und Schüler*innen die nötigen Kompetenzen zu vermitteln.

Aus diesem Grund werde ich im Frühjahr an einer Weiterbildung zum „Anti-Bias Ansatz“ teilnehmen. Hierbei geht es grundlegend darum, ein aktives Bewusstsein in Gruppen zu schaffen, sodass ausgehend von Gemeinsamkeiten, ebenfalls Unterschiede wahrgenommen und wertgeschätzt werden und die individuellen Persönlichkeiten, mit ihren Erfahrungen anzunehmen.

Dabei werden mit verschiedenen Methoden Rassismus, Sexismus und andere Formen von Ausgrenzung und Unterdrückung im Alltag und in den Institutionen sichtbar gemacht.

Ich freue mich sehr auf die anstehenden Aufgaben.

Paul Kunz

 

 

 

 

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